Katholisch-Theologische Fakultät
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„Liberal ist das, was diejenigen, die von anderen als Liberale angesehen werden in übereinstimmender Weise als liberal bezeichnen.“ Im Sammelband „Das liberale Skript in der christlichen Sozialethik“ soll eine Sichtung der Interpretationen von Liberalismus und seiner unterschiedlichen Konzeptionen im Fach theologische Ethik/christliche Sozialethik vorgenommen werden und so die Konturen des liberalen Skripts der christlichen Sozialethik herausgearbeitet werden.
Christian Spieß/Katja Winkler (Hg.): Die Menschlichkeit verteidigen. Analysen zur Sozialenzyklika „Magnifica humanitas“ – Reihe „Katholizismus im Umbruch“ hg. v. Stephan Goertz. Verlag Herder (Frühjahrsprogramm 2027)
Mit der Enzyklika Magnifica humanitas kehrt Papst Leo XIV. viel deutlicher als seine beiden unmittelbaren Vorgänger zur „katholischen Soziallehre“ zurück. Er entfaltet diese Tradition historisch und entlang der Sozialprinzipien, versteht sie gleichwohl „nicht als Handbuch von anzuwenden-den Prinzipien und Normen, sondern als Weg gemeinschaftlicher Unterscheidung“. Im Dialog mit Geistes- und Sozialwissenschaften, mit Natur- und technischen Wissenschaften nähert er sich nach dem Vorbild der ersten Sozialenzyklika von Papst Leo XIII. Rerum novarum (1891) den gegenwärtigen res novas, die er nun vor allem in den Herausforderungen der Menschheit durch die Künstliche Intelligenz, durch die Digitalisierung, durch die Strukturen der Neuen Medien so-wie durch die sich grundstürzend verändernde internationale Ordnung erkennt. Der Band analysiert und kommentiert die wichtigsten ethischen Motive und Themen der Enzyklika aus sozialethischer Perspektive.
Autor:innen mit Arbeitstitel (Auswahl)
- Bernhard Emunds (Frankfurt am Main), Die Wirtschaftsethik der Enzyklika von Leo XIV.
- Alexander Filipovic (Wien), Magnifica humanitas als „KI-Enzyklika“. Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Neue Medien als Gegenstand der Sozialverkündigung.
- Hermann-Josef Große Kracht (Darmstadt), Einordnung der Enzyklika MH in die (neuere) päpstliche Sozialverkündigung.
- Judith Hahn (Bonn), Die Kirche und ihre Strukturen in der Enzyklika MH. Kirchenrechtliche Perspektive.
- Bernhard Koch (München/Freiburg), Die Zivilisation der Liebe errichten. Die Friedensethik der Enzyklika Magnifica humanitas.
- Andreas Lob-Hüdepohl (Berlin), „Von Babel nach Jerusalem“. Zur Anthropologie von MH diesseits von Trans- und Posthumanismus.
- Christian Spieß (Linz), Gemeinwohlmotive in der Enzyklika MH und der Gemeinwohlkonstitutionalismus des Neo-Integralismus.
- Lucia Werbick (Gießen/Aachen), Leo XIV und Franziskus – Kontinuitäten und Brüche.
Die Europäische Kommission hat im Juni 2019 insgesamt 17 europäische Hochschulnetzwerke ausgewählt, die mit Visionen den Europäischen Hochschulraum neu denken und mit Leben füllen sollen. Eines dieser Netzwerke ist die FORTHEM-Allianz unter Federführung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU).
Das Ziel ist, Austausch und Zusammenarbeit von Studierenden und Lehrenden, Forschenden und wissenschaftsstützendem Personal innerhalb der Allianz zu verbessern. In FORTHEM kooperieren die JGU, die Université de Bourgogne in Frankreich, die Uniwersytet Opolski in Polen, die Universitat de València in Spanien, die Università degli Studi di Palermo in Italien, die Latvijas Universitāte in Lettland und die Jyväskylän yliopisto in Finnland. Auch Kooperationen mit außeruniversitären Partner*innen an den einzelnen Standorten sind vorgesehen.
In sieben Labs wird international und interdisziplinär zu gesellschaftlich relevanten Themen gearbeitet. Dazu gehört das Lab „Diversity and Migration“: Fragen von Identität und Sprachvielfalt in verschiedenen europäischen Regionen, Projekte zur ganzheitlichen Gesundheitsversorgung von Migrant*innen, Forschungen zur Darstellung von Migration in den Medien, zu diskriminierungssensibler Bildungsarbeit und vieles mehr – unterschiedliche Ansätze und Perspektiven sollen vernetzt und weiterentwickelt werden, um für Studierende und Lehrende neue Horizonte zu eröffnen.
Im September 2022 wurde die erfolgreiche Koordination des Labs „Diversity and Migration“ unter der Leitung Gerhard Kruip (Sozialethik, JGU Mainz) während der ersten Förderperiode abgeschlossen.
Der Abschlussbericht des Labs „Diversity and Migration“ wurde veröffentlicht in open access durch Palermo University Press. FORTHEM_Lab Diversity and Migration_Final Report_compressed
Wir freuen uns über die Bewilligung der zweiten Förderperiode der FORTHEM-Allianz von 2022-2026. Veronika Cummings (Humangeographie, JGU Mainz) hat ab September 2022 die Koordination des Labs „Diversity and Migration“ auf Universitätsebene übernommen.
Kontakt und weitere Informationen:
FORTHEM Diversity and Migration – Humangeographie
A collaborative project of the international FORTHEM Lab Diversity and Migration:
Prof. Dr. Gerhard Kruip / Edith Wittenbrink Lic. Theol., M.Ed. (2021 – 2022)
White Privilege and Structural Discrimination in Higher Education: Perspectives from Research, Strategies for Change
With this project we are fostering a confrontation with the fact of institutional racism within higher education in Europe. The history of racism is entangled with the history of university and of science, and still today universities in Europe are to a large extent white, upper-class, male institutions. But, at the same time, universities have a potential to develop further critical approaches in the different sciences and to implement strategies aiming at the reduction of discrimination based on these insights, having thereby also an impact on society. Therefore, this project wants to connect theoretical insights with reflections on the concrete situations and experiences in our universities and beyond, and to initiate an exchange on strategies how to reduce discrimination and exclusion.
Habilitationsprojekt von Prof. Dr. Michelle Becka: Strafe und Resozialisierung. Hinführung zu einer Ethik des Justizvollzugs. (Abgeschlossen Dezember 2014), betreut durch Prof. Dr. Gerhad Kruip
DFG-Projekt „Ethisches Lernen in der Erwachsenenbildung“
Leitung: Prof. Dr. Gerhard Kruip, Sylvia Breu
Laufzeit: 01/2007 – 12/2009
Menschenrecht auf Bildung – DFG-Projekt am Forschungsinstitut für Philosophie Hannover, in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Christliche Soziallehre und allgemeine Religionswissenschaft an der Universität Bamberg
(2006 – 2009)
Leitung: Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, Prof. Dr. Gerhard Kruip
Die bislang vorliegenden Forschungsergebnisse 2009 beendeten Projekts sind veröffentlicht in den folgenden Sammelbänden, weitere Bände werden in der Reihe „Forum Bildungsethik” noch folgen:
- Heimbach-Steins, Marianne; Kruip, Gerhard (Hg.): Kooperative Bildungsverantwortung. Sozialethische und pädagogische Perspektiven auf „Educational Governance”. Bielefeld: W. Bertelsmann 2011.
- Heimbach-Steins, Marianne; Kruip, Gerhard; Kunze, Axel-Bernd (Hg.): Bildungsgerechtigkeit – Interdisziplinäre Perspektiven. Bielefeld: W. Bertelsmann 2009.
- Heimbach-Steins, Marianne; Kruip, Gerhard; Kunze, Axel-Bernd (Hg.): Bildung, Politik und Menschenrecht. Ein ethischer Diskurs. Bielefeld: W. Bertelsmann 2009.
- Heimbach-Steins, Marianne; Kruip, Gerhard; Neuhoff, Katja (Hg.): Bildungswege als Hindernisläufe. Zum Menschenrecht auf Bildung in Deutschland. Bielefeld: W. Bertelsmann 2008.
- Heimbach-Steins, Marianne; Kruip, Gerhard; Kunze, Axel-Bernd (Hg.): Das Menschenrecht auf Bildung und seine Umsetzung in Deutschland. Diagnosen – Reflexionen – Perspektiven. Bielefeld: W. Bertelsmann 2007.
- Aktuelle Informationen und Angaben zu Publikationen stehen auf http://www.menschenrecht-auf-bildung.de/ zur Verfügung.
Abgeschlossene Dissertationen (Auswahl)
- Kraus Christoph (2022): Hilfe unter Bedingungen? Eine sozialethische Problematisierung von Konditionalitäten und Bedingungen in der Entwicklungszusammenarbeit. Dissertation in Sozialethik, Mainz (DOI: 20.500.12030/6781 Online abrufbar unter: 10.25358/openscience-6770). Kontakt: cristoph.krauss@bistum-mainz.de
- Castillo Morga, Alejandro (2016): indígena y ética social cristiana. Los Acuerdos de San Andrés como un ejemplo de contribución ética de los pueblos indígenas en la construcción de la justicia y la paz („Indigene Weisheit und christliche Sozialethik – Das Abkommen von San Andrés (Mexiko) als Fallbeispiel für den ethischen Beitrag der indigenen Völker zu Frieden und Gerechtigkeit“) México, CENAMI, SERAPAZ, CEB, EDUCA, 478 pp.). Kontakt: alecsmorga@gmail.com
- Borzymski, Markus (2014): Sozialprinzipien und Finanzverfassung: eine gerechtigkeitstheoretische Analyse zur Ausgestaltung einer Finanzverteilung in einem föderalen Staat am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland, Paderborn: Schöningh, 271 S.: graph. Darst. (Christliche Sozialethik im Diskurs; 6) Zugl.: Mainz, Univ., Diss. 2013 ISBN 978-3-506-77477-4. Kontakt: markus.borzymski@bistum-essen.de
- Griebel, Björn (2014): Die Religionsgesellschaft zwischen Staatsrecht und Europarecht, Baden-Baden (Schriften zum Religionsrecht 6), ISBN: 978-3-848-71350-9.
Laufende Dissertationen
- Klewitz, Ute: Mentorat / Kirchliche Studienbegleitung als institutioneller Ort der Individuation von Lehramtsstudierenden der Katholischen Theologie unter der Perspektive von Differenzerfahrungen.
Kontakt: ute.klewitz@bistum-mainz.de - Lenz, Gabriel: Die normative Begründung des Sonntags als gemeinsamer arbeitsfreier Tag und ihre Bedeutung für Europa und nationales Recht (Arbeitstitel).
Kontakt: G.Lenz@dbk.de - Schardt, Christine: „… ich habe große Lust mich mit Ihnen zu unterhalten“ (Hannah Arendt). Pluralität, Kommunikation und Macht.
Kontakt: christine.schardt@bistum-mainz.de - Wittenbrink, Edith: Weiße Privilegien verlernen?! Ein post- und dekolonialer Entwurf von Beteiligungsgerechtigkeit für Perspektiven kirchlichen Handelns in Deutschland (Arbeitstitel).
Kontakt: ewitte@uni-mainz.de
WiSe 2026/27
FB 01 Katholisch-Theologische Fakultät
Studienbüro und Prüfungsamt der Katholisch-Theologischen Fakultät
Für das Erstellen von Seminar- und Abschlussarbeiten steht auf der Seite des Studienbüros und Prüfungsamtes unter „Allgemeine Informationen für alle Studiengänge“ das Dokument „Handreichung zum wissenschaftlichen Arbeiten“ zum Download bereit.
Zur Seite des Studienbüros und Prüfungsamtes geht es hier.
Informationen zur Kompetenzliste und zum Kompetenzverortungsmodell für den Erwerb von wissenschaftlichen Methodenkompetenzen an der Fakultät finden Sie auf der Seite des Projekts IntWiss.“
weiterführende Literatur: Ludger Hiepel, Monnica Klöckener (Hg.): Schreiben als theologiedidaktische Herausforderung. mit einem Beitrag von Edith Wittenbrink, Luisa Fischer, Martin Lüstraeten, Katharina Pultar, Benedict Schöning: Wissenschaftliches Schreiben lernen. Eine curriculare Verortung des Methodenkompetenzerwerbs im Theologiestudium. Münster: LIT, 29-45. ISBN: 978-3-643-15236-7
Bewertungskriterien qualifizierter schriftlicher Studienleistungen
Sozialethik im Netz
- Gemeinsame Seite der deutschsprachigen Sozialethik (dort auch Verzeichnis aller Lehrstühle): Christliche-Sozialethik
- Gemeinsame Seite der sozialethischen Nachwuchswissenschaftlicher (Forum Sozialethik): Forum Sozialethik
- Workshop Ethik
Akademien und wissenschaftliche Einrichtungen
- Forschungsinstitut für Philosophie Hannover (Direktor von 2000-2009: Prof. Gerhard Kruip)
- Akademie Franz-Hitze-Haus, Münster: Franz-Hitze-Haus
- Katholische Sozialwissenschaftliche Zentralstelle, Mönchengladbach
- Katholisch-Soziales Institut, Siegburg
- Domschule Würzburg, Würzburg: Domschule Würzburg
- Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Bonn
- Ibero-Amerikanisches Institut, Berlin
Weitere wichtige Institutionen
- Deutsche Bischofskonferenz
- Zentralkomitee der Deutschen Katholiken
- Europäische Gesellschaft für Katholische Theologie – Deutsche Sektion
Lateinamerika
- Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Lateinamerika (IAGLA) an der Universität Mainz (hervorgegangen aus dem Interdisziplinären Arbeitskreis Lateinamerika (IAKLA)
- Virtuelle Bibliothek Lateinamerika
- Volltextzeitschriftendatenbank der Universidad Autónoma del Estado de Mexico
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Fachbereich 01 Katholische und Evangelische Theologie
Katholisch-Theologische Fakultät
Abteilung für Christliche Anthropologie und Sozialethik
Wallstraße 7-7a – Taubertsberg III
55122 Mainz
Unsere Büros befinden sich im 2. Obergeschoss:
– Raum 02-311:
– Raum 02-126: Prof. Dr. Katja Winkler
– Raum 02-122: Assistenz / Sekretariat Sylvia Brill
– Raum 02-122: Johanna Hellmann (wissenschaftliche Hilfskraft)
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Fachbereich 01 Katholische und Evangelische Theologie
Katholisch-Theologische Fakultät
Abteilung für Christliche Anthropologie und Sozialethik
55099 Mainz
Pakete bitte an:
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Fachbereich 01 Katholische und Evangelische Theologie
Katholisch-Theologische Fakultät
Saarstraße 21
55128 Mainz
- Vom Hauptbahnhof Mainz:
- Verlassen Sie den Mainzer Hauptbahnhof durch den rückwärtigen Westausgang (also nicht zum Bahnhofsplatz hin).
- Halten Sie sich sofort rechts und gehen den Weg mit Treppenstufen hinauf, auf ein großes Gebäude zu, in dem sich u.a. eine Apotheke befindet.
- Überqueren Sie an der Ampel die Straße zu diesem Gebäude hin.
- Biegen Sie rechts ab und folgen Sie in nordwestlicher Richtung der leicht ansteigenden Wallstraße.
- Nach etwa 80 m biegen Sie auf einen kleinen Weg nach links ab, der zum Taubertsbergbad hinauf führt.
- Nach etwa 40 m finden Sie links den Haupteingang zu den theologischen Fakultäten (Wallstraße 7a).
- Vom Campus Johannes Gutenberg-Universität Mainz:
- alle öffentlichen Verkehrsmittel Richtung Mainz Zentrum, Haltestelle „Hauptbahnhof West“