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La Paz: Urbanisierung sozialer Ungleichheit - Die Reichen unten, die Armen oben
Foto: Anna Kruip


Die bolivianische Großstadt La Paz steht beispielhaft für die Verfestigung sozialer Ungerechtigkeiten in gesellschaftlichen Strukturen. Die beschleunigte Globalisierung bietet vielen Menschen zwar neue Chancen, führt aber auch zu großen sozialen Spannungen, wie dies exemplarisch an den Problemen Lateinamerikas sichtbar wird.

Ethik ist nicht ohne die Voraussetzung denkbar, dass Menschen als handlungsfähige Subjekte auch Verantwortung für die Gestaltung von Welt und Gesellschaft tragen. Dabei handeln Menschen immer in bestimmten Kontexten. Christliche Sozialethik als Ethik der sozialen Strukturen und Institutionen erforscht deshalb in interdisziplinärer Zusammenarbeit zunächst die Zeichen der Zeit bzw. die „Strukturen der Sünde“. Im Diskurs mit der eigenen Ethostradition, kirchlicher Sozialverkündigung und zeitgemäßen Moralphilosophien verschafft sie sich ein ethisches Urteil über die aktuelle Lage. Darauf aufbauend gilt es, normativ fundierte und möglichst implementierbare Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.In der Lehre werden philosophische und theologische Grundlagenprobleme einer Gesellschaftsethik sowie Hauptpositionen des philosophischen Ethikdiskurses vorgestellt und diskutiert. Die Studierenden werden darüber hinaus in die Genese und die Grundlagen des katholisch-sozialen Denkens sowie in die Teilbereiche der Sozialethik der Politik, des Rechts, der Wirtschaft, der Bildung und der Medien sowie der Ehe und Familie eingeführt.Da das Fachgebiet der Christlichen Sozialethik auf mehrere andere Wissenschaften bezogen ist, besteht reges Interesse an interdisziplinärer Kooperation in Forschung und Lehre, die auch über die Universität Mainz hinausreicht.

Prof. Dr. Gerhard Kruip
Luisa Fischer M.A.

 

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